Gebrauchsanweisungen

Arbeitsablauf BETONAMIT® (Flüssig)

BETONAMIT® | Für vertikale und abwärtsgerichtete Bohrlöcher

Betonamit Gebrauchsanweisung rotIm ersten Schritt werden Löcher mit einem Durchmesser von 30-40 mm gebohrt. Der optimale Bohrlochabstand liegt in etwa beim 10-Fachen des Bohrlochdurchmessers und somit bei 30-40 cm. Die Bohrlöcher müssen möglichst sauber und trocken sein. Nun das BETONAMIT® Pulver in den Mischbehälter geben. Dann 1.0 bis max. 1.2 Liter (per 5 Kilogramm) kaltes und sauberes Wasser hinzugeben und mit einem Rührwerk mischen, bis eine fließfähige homogene Mischung vorhanden ist. Gemisch direkt aus dem Mischbehälter in die Bohrlöcher füllen. Die gesamte Verarbeitungszeit soll 5 Minuten nicht übersteigen. Es ist keine zusätzliche mechanische Verschließung erforderlich. Für Spezialanwendungen von BETONAMIT® bei Bohrlochdurchmessern von über 40 mm ist zwingend Rücksprache mit dem Hersteller erforderlich.

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Arbeitsablauf BETONAMIT® Spezial (Plastisch)

BETONAMIT® Special | Für horizontale und aufwärts gerichtete Bohrlöcher

Betonamit Spezial GebrauchsanweisungBei Überkopfarbeiten sowie bei horizontalen Bohrlöchern kommt BETONAMIT® Special (plastisch) zum Einsatz. Einziger und maßgeblicher Unterschied liegt darin, dass sich BETONAMIT® Special nach dem Mischvorgang nicht flüssig, sondern in einer knetbaren Masse präsentiert. So kann das Material auch in horizontale oder aufwärts gerichtete Bohrlöcher eingebracht werden, ohne dass es wieder ausläuft.

Arbeitsablauf BETONAMIT® Special

  • Löcher bohren.
  • Pulver in einen Eimer geben.
  • Wasser hinzufügen. (0.5 Liter/2.5 kg)
  • Mit Rührwerk gut mischen, bis eine homogene, knetbare Masse vorhanden ist.
  • Von Hand in kleine Röllchen formen und in die Löcher einbringen.
  • Anschließend jeweils mit einem Stock das Material im Bohrloch komprimieren.
  • Vorgang wiederholen, bis Bohrloch vollständig gefüllt ist.

Aufgrund der aufwendigeren Verarbeitung empfehlen wir soweit möglich abwärts zu bohren und vorrangig BETONAMIT® flüssig einzusetzen.

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Positionierung der Bohrlöcher

Grundsatz: Die Rissbildung erfolgt stets in Richtung des geringsten Widerstandes. Ein größerer Bohrlochdurchmesser bedeutet mehr Kraft, kürzere Reaktionszeit und breitere Rissbildung. Kleinere Abstände der Bohrlöcher bedeuten kleinere Bruchstücke und eine kürzere Reaktionszeit.

TRENNEN / SPALTEN

Die Löcher werden mit geringem Abstand in einer Linie gebohrt. Die Rissbildung erfolgt dadurch von Loch zu Loch. Auf diese Weise können Objekte relativ exakt getrennt bzw. gespalten werden.

Positionierung der Bohrlöcher

ZERKLEINERN

Ist keine freie Seite zur Verdrängung des Materials vorhanden muss erst Platz geschaffen werden. Dies ist entweder durch sich gegenüberliegende Bohrungen im Winkel von 50-60° oder auch einseitig im Winkel von 40-50° möglich. Winkel-Bohrungen eignen sich auch dafür, wenn ein großflächiges herabsenken des Bodenniveaus erreicht werden soll. (Keller etc.)

Zerkleinern

GRABEN / ABTRAGEN

Ist keine freie Seite zur Verdrängung des Materials vorhanden muss erst Platz geschaffen werden. Dies ist entweder durch sich gegenüberliegende Bohrungen im Winkel von 50-60° oder auch einseitig im Winkel von 40-50° möglich. Winkel-Bohrungen eignen sich auch dafür, wenn ein großflächiges herabsenken des Bodenniveaus erreicht werden soll. (Keller etc.)

Graben / Abtragen

FELSABBAU / FELSABBRUCH

Für den Fels Abbau oder Felsabbruch gibt es verschiedene Techniken. Das Bohrschema wird jeweils entsprechend der Form und Beschaffenheit des Felsens gewählt oder auch den örtlichen Bestimmungen angepasst. Das Prinzip bleibt dabei stets dasselbe. Erst wird versucht eine freie Seite, sprich eine gerade Kante zu schaffen. Von dieser Kannte aus kann dann der Abbau so weit wie benötigt fortgeführt werden.

Felsabbau

LÖSEN

Beim Felsaushub werden die Löcher in mehreren Reihen 10-15 cm unter das benötigte Boden-Niveau gebohrt und verfüllt. Der Untergrund wird dadurch gebrochen und gelöst, so dass er anschließend mit dem Bagger oder teilweise auch händisch abgetragen werden kann. Auch hier arbeitet der Quellsprengstoff am effektivsten, wenn die Löcher leicht schräg gebohrt werden, sodass ein Teil der Kraft nach oben wirkt.

Lösen

STEINBRÜCHE

Der Einsatz von BETONAMIT® bei Steinbrüchen etc. gewinnt immer mehr an Bedeutung. Die Auflagen für die Verwendung von explosiven Sprengstoffen und deren Lagerung sind in vielen Ländern kaum mehr einzuhalten, wodurch immer öfters nach Alternativen gesucht wird. Die optimale Anwendung in diesen Bereichen ist sehr von der gegebenen örtlichen Situation sowie dem zu sprengenden Material abhängig. Gerne erarbeiten wir zusammen mit Ihnen ein für Ihr Bedürfnis zugeschnittenes Konzept. (z.B. Marmor Abbau, Granit Abbau, etc.)

Steinbrüche
Materialverbrauch

Der Materialverbrauch berechnet sich aus der Summe der Tiefen aller Bohrlöcher mal den entsprechenden Faktor (Tabelle) des verwendetet Bohrlochdurchmessers. In der Tabelle finden Sie die Faktoren in den üblichsten Gewichts- und Längeneinheiten der Baubranche sowie in Kombination.

Materialverbrauch

Beispiele:

Sie haben 15 Bohrlöcher(ø 35mm) mit 0.6 Meter Tiefe
Faktor bei ø 35 mm: 1.6 (Tabelle)
15 Löcher x 0.6 m x 1.6 kg = 14.4 kg BETONAMIT®

Sie haben 15 Bohrlöcher(ø 1 ½“) mit 5 Fuss Tiefe
Faktor bei ø 1 ½“: 1.4 (Tabelle)
15 Löcher x 5 Fuss x 1.4 lbs = 105 lbs BETONAMIT®
 
Technische Angaben

Folgende Tabelle zeigt die zu erwartende Reaktionszeit in Abhängigkeit zur Temperatur. Zusätzlich finden Sie hier weitere hilfreiche Angaben zur Anwendung. Da sich der Bohrlochdurchmesser enorm auf die Expansionskraft und Reaktionszeit auswirkt, empfehlen wir, soweit möglich, den größtmöglichen Bohrer zu wählen. (40 mm, 1 ½“)

Technische Angaben
TIPP:
BETONAMIT® dehnt sich über mehrere Tage immer weiter aus. Das bedeutet, je mehr Zeit Sie Betonamit zum Arbeiten geben, desto einfacher gestaltet sich die anschließende Beseitigung der Bruchstücke. Also, haben Sie etwas Geduld und lassen Sie BETONAMIT® für Sie die mühsame Arbeit erledigen.